Sex & Politik

 


Ich bekomme zunehmend Lust, zu schreiben. Über das eigene, nicht immer politisch korrekte Begehren. Über die reizvolle, explosive Mélange, die den Rhythmus meines Berliner Lebens bestimmt: Sex und Politik. Über den Kampf einer ganzen Branche um ihre Daseinsberechtigung, inmitten einer globalen Krise der Berührung.


 
#LOLSPD

SPD-Vorstandsmitglied Leni Breymaier bezeichnet Sexworker-Protest als „erbärmlich“ und erntet Shitstorm auf Twitter


BERLIN 01.10.2020 | Das Verhalten der SPD-Abgeordneten Leni Breymaier gegenüber Sexarbeitenden in Deutschland erreicht einen neuen Tiefpunkt: „War ja recht erbärmlich.“ spottet die Sozialdemokratin am 27. September unter einem Tweet der Berliner Sexarbeits-Aktivistin @hauptstadtdiva. Breymaier stellt hiermit erneut ihre Verachtung von Sexarbeitenden offen zur Schau.

Kurzer Abriss eines Shitstorms.

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No sex no future

Die Krise der Berührung
 

31.08.2020 | Für diesen Text habe ich den meisten Ärger bekommen, dabei ist er inhaltlich eigentlich "brav". Wie heißt es doch so schön - the medium is the message. Für eine Veröffentlichung in der bösen, bösen Revolutionspostille "Demokratischer Widerstand" muss man schonmal mit dem Verlust der einen oder anderen Freundschaft rechnen.

Ein hart umkämpfter Bericht aus der Sexworkbranche inmitten des Corona-Wahns. 

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Sex und Corona

Prostitution gehört zu Deutschland, Herr Lauterbach!

 
Erschienen am 13.08.2020 in der WELT. Die Prostitution hat schon harte Phasen erlebt - aber wahrscheinlich ist 2020 das herausforderndste Jahr aller Zeiten, um in dieser Welt Prostituierte zu sein. In einer Zeit, in der Infektionsschutzmaßnahmen über allem und die Grundrechte zur Disposition stehen, fallen die Rechte von gesellschaftlichen Randgruppen und Minderheiten am schnellsten. Die Art und Weise, wie mit uns Sexarbeitenden umgegangen wird, war schon zu allen Zeiten ein Gradmesser für den sich entfaltenden Zeitgeist. Als mysteriöse Unbekannte aus einer Welt, die sich dem unbedarften Laien nur schwer erschließt, waren wir Prostituierten schon immer Projektionsflächen für gesamtgesellschaftliche Ängste und moralische Paniken.  
 

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Mein Name ist Aya Velázquez. Ich fahre Rad, beziehe Ökostrom, ernähre mich vegan und wähle links. Eine Gutmenschin? Konträr zu diesem eher aufgeräumten Teil meines Selbst gibt es aber noch eine andere Seite, dunkel, bedrohlich und erregend. Ich mag lustvolle Spiele der Unterwerfung und erotische Entgleisungen. Wie passt das zusammen? Wie kommt es, dass mich Dunkles, Schattenhaftes, Tabuisiertes anmacht? Angesichts der Tatsache, dass ich mit meiner Neigung nicht allein dastehe und spätestens seit dem Erfolg von „Fifty Shades of Grey“, BDSM-Praktiken vollkommen im Mainstream angekommen sind, stellt sich mir die Frage: Was reizt uns so sehr an Dominanz und Unterwerfung, Kontrolle und Hingabe, am Benutzen und am Ausgeliefertsein? 
 

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